Mehr zum Provokativen Ansatz

Das Ziel der provokativen Interventionen ist die Stärkung der Selbstheilungskräfte und der Selbstverantwortung des Klienten.

Durch die provokativen Interventionen werden beim Klienten der Wille zur konstruktiven Veränderung und seine Selbstheilungskräfte mobilisiert. Das befähigt ihn – meist in sehr kurzer Zeit – sein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen und selbstschädigende Verhaltensweisen durch gesünderes Verhalten zu ersetzen. Ein wichtiges Element provokativer Interventionen ist der systemische Aspekt (ProSA), der das Beziehungs-Umfeld des Klienten im Auge behält und verhindert, dass sich der Klient bevorzugt „um den eigenen Bauchnabel“ dreht.

Humor und Herausforderung sind die wesentlichen Elemente der provokativen Vorgehensweise.

Lachen  entspannt und befreit. Der Berater spielt die Rolle des Advocatus Diaboli und persifliert humorvoll die selbstschädigenden Denk-, Fühl- und Verhaltensweisen des Klienten – und zwar nur diese! -, sodass Berater und Klient gemeinsam darüber lachen können. Die Klienten werden also niemals ausgelacht, sondern als Persönlichkeiten wertgeschätzt und liebevoll angenommen. Der feste Glaube an die Kraftquellen des Klienten sind eine unerlässliche Voraussetzung für den Einsatz der Provokationen (= Herausforderungen).

Herausforderung (Provokation) setzt in Bewegung. Wir sehen die Klienten nicht als hilflose Opfer, die von allwissenden Beratern geheilt werden müssen, sondern als mündige, selbstverantwortliche Partner im Veränderungsprozess. Die Berater aktivieren die Stärken der Klienten und fordern ihre Selbstverantwortung gezielt durch humorvolle, „unverschämte“ Interventionen heraus, die den spontanen, emotionsgeladenen und energischen Widerstand der Klienten in eine weniger selbstschädigende Richtung hervorrufen. Sie werden damit provoziert, ihre Energien besser einzusetzen: Weg von der Stützung des Symptoms hin zur Erhaltung ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit.